PM 12.05.2015 - Eggstraklasse – Fragiles Gut in Hülle und Fülle

Studierende der Brüder-Grimm-Berufsakademie entwickeln den Eierkarton der Zukunft

Pm 15-05-12 Bild 2
Die Projektgruppe war mit Freude und Engagement bei der Sache.

Zukunftsweisende Visionen und Konzepte und heute noch nicht vorstellbare Verpackungen zu entwickeln, in welcher Form Eier in Zukunft unbeschadet ihren Weg in unsere häuslichen Kühlschränke finden werden, war Ziel eines Studienprojekts an der Brüder-Grimm-Berufsakademie (BGBA). Welche umsetzbaren Verpackungsideen für das zerbrechliche Gut am Ende der zehn Wochen Projektlaufzeit herauskommen werden, war völlig offen. Ein Anreiz wurde zu Projektbeginn in jedem Fall gesetzt: für herausragende Ergebnisse sollten die Studierenden mit einem Geldpreis belohnt werden.

Projekt-Kick-Off
Die Projektgruppe, bestehend aus 12 Studierenden des Studiengangs Produktgestaltung, wurde von der Diplom-Designerin und Lehrbeauftragten der BGBA, Ariane Schwarz, angeleitet. Anlässlich des Projektstarts am 20. Februar 2015 war die Projektgruppe zur ihrem Auftraggeber, der Firma Hartmann Verpackung GmbH, nach Eschborn gereist. Hartmann Verpackung GmbH produziert nicht nur millionenfach Eierkartons, die Firma ist auch spezialisiert auf das Marketing rund um die Eierverpackungen sowie die grafische Gestaltung. Zum Kick-Off-Termin stellten Hubert Giesendorf, Manager Graphic Design Service und Christof Feckler, Sales Director Central Europe, den Studierenden den Projektauftrag vor. Es wurden Hintergrundinformationen über das Unternehmen und die Vermarktung von Eiern gegeben. Produktionsmethoden wurden erläutert und es gab Gelegenheit, Fragen zu stellen, was die angehenden Produktgestalter rege nutzten. Material verschiedenster Farben und Formen durften mitgenommen werden. Die Aufgabenstellung wurde bewusst offen gehalten, um möglichst viele unterschiedliche Ideen anzuregen. So konnten sich die Produktgestalter sowohl mit der Eierverpackung der Zukunft im Hinblick auf neueste Technologien auseinandersetzen, als auch mit der grafischen Verpackungsgestaltung.

Berufspraxis erfahrbar machen
„Ziel des Projekts ist“, so die Projektleiterin und Lehrbeauftragte der BGBA, Ariane Schwarz, „die Bearbeitung einer sogenannten Advanced-Design-Aufgabe, von der Ideenentwicklung über den gestalterischen Kreativprozess im Team bis zur Kommunikation und Präsentation vor dem Kunden.“ Die Studierenden lernen das Spannungsfeld kennen, das zwischen der Erwartungshaltung des Kunden und der Umsetzung der eigenen Design-Idee liegt. „Diese berufliche Realität kann nicht in Vorlesungen vermittelt, sondern nur durch Kooperationsprojekte mit Unternehmen erfahrbar gemacht werden“ bestätigt Akademieleiterin Prof. Nicole Simon. Daher sind Studienprojekte dieser Art von besonderem Nutzen für alle Beteiligten.

Innovative Ideen im Prozess
Am 23. März 2015 erreichte das Zukunfts-Projekt „Eggstraklasse“ einen wichtigen Meilenstein. Bei ihrer Zwischenpräsentation teilten die Studierenden ihre Ideen und Konzepte erstmals mit dem Auftraggeber des Studienprojekts, um Feedback für ihr weiteres Vorgehen zu erhalten.

Diesmal fand das Meeting mit allen Projektbeteiligten in den Räumen der BGBA Hanau statt. Zahlreiche Ideen und Konzepte aus den vier Bereichen „Strukturelles Verpackungsdesign“, "PoS-Gestaltung und Labels“ sowie „Materialexperimente“ und „Alternative Produkte aus Papierfaser“ wurden präsentiert. Die Vertreter der Fa. Hartmann GmbH, Hubert Giesendorf (Manager Graphic Design Service), Beatriz Frahm (Grafik Designerin bei Hartmann Verpackung GmbH) und Andreas Maschek (ehemaliger Produktionschef), zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und Fülle an innovativen Ideen. Andreas Maschek war extra aus Berlin angereist, um den Studierenden Details über die Herstellung von Papierfaserprodukten näher zu bringen und ihre Fragen zu beantworten.

Nach dem Kick-off waren die Studierenden mit Hilfe unterschiedlicher Kreativmethoden wie Brainstormings, Mindmaps, Moodboards an die Aufgabenstellung heran gegangen. Zielsetzung dieser Vorgehensweise war, das Thema zunächst vollständig zu erfassen und dann das bestehende Verpackungskonzept durch neue kreative Ideen zu verändern, zu verbessern oder etwas gänzlich Neues entstehen zu lassen.
„Der nächste Schritt wird sein, die dabei gewonnen noch rohen Ideen gedanklich immer mehr zu verfeinern“ erläuterte Projektleiterin und Lehrbeauftragte der BGBA, Diplom-Designerin Ariane Schwarz. Bis schließlich am Ende die Konzeption eines realen Verpackungsprodukts entsteht, welches dann als Modell gefertigt und präsentiert werden kann, waren zu diesem Zeitpunkt des Projekts also noch einige Kreativleistungen zu erbringen.
Die Jury bei der Begutachtung der Entwürfe
Die Jury bei der Begutachtung der Entwürfe (Fotos: BGBA, Frauke Hettinger)

Fragiles Gut in Hülle und Fülle
Die Abschlusspräsentation am 22. April 2015 war ein voller Erfolg. Innerhalb des Projekts wurden 36 Ideen und Konzepte entwickelt und als Modell oder Rendering umgesetzt. Zur Begutachtung der vielen Projektergebnisse waren vier Vertreter der Fa. Hartmann Verpackungen GmbH aus den Bereichen Marketing, Sales, Grafik Design nach Hanau in die BGBA angereist, die zusammen mit Projektleiterin Ariane Schwarz die Jury für die Preisverleihung stellten. Nach einer kurzen Eröffnung der Veranstaltung durch Ariane Schwarz präsentierten die Studierenden überzeugend ihre Konzepte in den Kategorien „Strukturelles Verpackungsdesign“, "PoS-Gestaltung und Labels“ sowie „Materialexperimente“ und „Alternative Produkte aus Papierfaser“.

Anhand der Präsentationen wurde die Herausforderung des Projekts für die Studierenden deutlich. Sie mussten sich von dem herkömmlichen Verpackungsdesign lösen, um etwas Neues zu schaffen. Dies wurde möglich durch ein „Auflösen“ der bestehenden Verpackungen: zerschneiden, zerstören und neu zusammensetzen, Dinge hinzufügen oder wegnehmen. Wichtig war, mutig, spielerisch und experimentell vorzugehen. Teilweise sind Konzepte im „Labor“ entstanden: es wurde gekocht, gemischt, gegossen, geschöpft.

Preise für gute Ideen
Nach einem mehr als einstündigen Präsentationsfeuerwerk der Ideen zog sich die Jury zur Beratung zurück. Nun galt es, unter den reichhaltigen Ideen, die besten Arbeiten festzulegen und das Preisgeld von insgesamt 1.500 EUR zu verteilen. Die Jury war überwältigt von der Vielzahl der Ideen und Konzepte und beanspruchten 90 (!) Minuten Beratungszeit für ihre Entscheidungsfindung. Als besonderen Ausdruck der Wertschätzung der geleisteten Arbeit wurden je zwei Preisträger/innen für den 1., 2. und 3. Platz ausgelobt. Außerdem entschied sich die Fa. Hartmann GmbH spontan dazu, „Materialexperimente“ als zusätzliche Kategorie mit einem Sonderpreis von weiteren 400 EUR extra zu prämieren.

Nach der Preisverleihung fasste Hubert Giesendorf den Erfolg des Projekt zusammen: „Der Projektauftrag war bewusst sehr offen gehalten, um viele frische Ideen zu generieren. Dies ist mehr als gelungen. Wir sind sehr zufrieden und danken allen Studierenden für ihr hohes Engagement.“ Viele der Konzepte haben eine gute Chance auf eine Realisierung und somit eine echte Verwertungsperspektive bei Hartmann, für die sogar weitere Honorare für die Urheber in Aussicht stehen.

Bewerbungsschluss für WS 2018

Designmanagement und Produktgestaltung
15.02.2018

Innovationsmanagement
31.03.2018

Ihre BGBA-Ansprechpartner:

Simon Hohmann2

Prof. Nicole Simon
Akademieleiterin

Elke Hohmann
Geschäftsführerin

„Duale Studiengänge in Produktgestaltung, Designmanagement und Innovationsmanagement – das gibt es nur in Hanau. Hier haben Sie die Chance, doppelt zu punkten: mit Berufsausbildung und Bachelor-Examen. Wir beraten Sie gerne!“

Studierendensekretariat
Tel. 06181 – 6764640

Mail
studierendensekretariat@bg-ba.de

E-Mail

Termine Mappenberatungen (donnerstags):
25.01.18 um 15:00 Uhr
22.02.18 um 14:00 Uhr
29.03.18 um 14:00 Uhr

Eignungsfestellung - Hinweise zur Mappe

Sie können den Newsletter per E-Mail abonnieren oder herunterladen

Newsletter

ZEvA Logo


Akkreditiert durch

Logo Duales Studium Hessen

Duales Studium Hessen -
Partner im Qualitätsnetzwerk

Hessenloewe Hmwvl Esf Logo

Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds